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Friedrich Wilhelm Zopf (* 12. Dezember 1846 in Roßleben; † 24. Juni 1909 in Münster) war ein deutscher Botaniker und Biologe. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Zopf“.

Wilhelm Zopf
Wilhelm Zopf

Leben


Zopf war der Sohn eines Müllers und besuchte von 1864 bis 1867 das Seminar Eisleben. Er war Volksschullehrer in Thondorf/Mansfeld und unterrichtete von 1869 bis 1874 am Gymnasium Eisleben. Ab 1874 studierte er Naturwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und promovierte 1878 über Die Conidienfrüchte von Fumago an der Universität Halle. Von 1880 bis 1883 lehrte er als außerordentlicher Professor an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin. 1882 erfolgte seine Habilitation an der Universität Halle.

Zopf wurde über seine Arbeiten zur Systematik der Pilze bekannt. Bakterien sah er zu seiner Zeit als Spaltpilze an. In der Folge forschte er über die Farbstoffproduktion bei Pilzen und Flechten. 1881 wurde Wilhelm Zopf zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[1] 1899 wurde er als ordentlicher Professor für Botanik an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen, wo er außerdem als Direktor des Botanischen Gartens amtierte.

Zopf war der Erstbeschreiber der Gattungen Copromyxa Zopf, Hyphochytrium Zopf, Rhizidiomyces Zopf und Rhodococcus Zopf. Auch einige Arten gehen auf ihn zurück. Nach ihm benannt sind die Pilzgattungen Zopfia Rabenh., Zopfiella G.Winter und Zopfinula Kirschst.[2]


Schriften



Literatur



Quellen




Wikisource: Wilhelm Zopf – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise


  1. Mitgliedseintrag von Wilhelm Zopf bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 8. Juni 2016.
  2. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 doi:10.3372/epolist2018.
VorgängerAmtNachfolger
Joseph SchröderRektor der WWU Münster
1903–1904
Leo von Savigny
Personendaten
NAME Zopf, Wilhelm
ALTERNATIVNAMEN Zopf, Friedrich Wilhelm (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Botaniker und Biologe
GEBURTSDATUM 12. Dezember 1846
GEBURTSORT Roßleben
STERBEDATUM 24. Juni 1909
STERBEORT Münster

На других языках


- [de] Wilhelm Zopf

[en] Friedrich Wilhelm Zopf

Friedrich (or Friederich) Wilhelm Zopf (12 December 1846 – 24 June 1909) was a well-known German botanist and mycologist. He dedicated to his whole life with fungal biology, particularly in classification of fungi and dye production in fungi and lichens.[1] Besides, his textbook on fungi called “Die pilze in morphologischer, physiologischer, biologischer und systematischer beziehung (Translation: The mushrooms in morphological, physiological, biological and systematic relationship)” in 1890 was also an outstanding work on the subject for many decades.[2] The unicellular achlorophic microalgae Prototheca zopfii is named after him because of his profound suggestions and contributions to Krüger's pioneering work in Prototheca.[3] Thus, his numerous contributions gave him a special status in mycological history.

[ru] Цопф, Фридрих Вильгельм

Фридрих Вильгельм Цопф (нем. Friedrich Wilhelm Zopf, 1846—1909) — немецкий миколог и альголог.



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